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Bungee Jumping – Mut vs. Angst

2 Kommentare 18 Juni 2010

Bungee Jumping – Mut vs. Angst

Da steht man nun. Hoch über dem Erdboden. Alles wirkt winzig klein. Das Herz rast. Die Pupillen sind riesig. Und so langsam drängt sich eine einzige Frage auf: “Was mache ich hier eigentlich?” Es gibt jetzt kein Zurück mehr. Wie geht es einem Menschen, der kurz davor ist, sich in die Tiefe zu stürzen, nur gesichert durch ein Seil und sonst vollkommen frei? Ich glaube es ist an dieser Stelle angebracht den oft zitierten Gefühlscocktail zu erwähnen. Es handelt sich nicht um einen Batida de Coco oder einen einfachen Sex on the beach. Viele Bungee Springer behaupten sowieso, dass dieses Feeling mit Sex überhaupt nicht vergleichbar ist.

Aber wie kommt man auf diese zugegebenermaßen auf den ersten Blick nicht ganz sinnvoll anmutende Idee? Die Ursprünge vom Bungee Springen liegen in der Beobachtung des Naturvolkes Sa durch die Europäer. Ihnen gehören die so genannten Lianenspringer von Pentecôte an, die sich jedes Jahr im Frühling auf einer Insel treffen um sich anschließend, einem Ritual gleichend, nur an Lianen gesichert von hohen Holztürmen in die Tiefe zu stürzen. Der allererste dieser Lianensprünge ging der Legende nach auf einen Mythos zurück. Laut diesem wurde eine junge, hübsche Frau von einem eifersüchtigen Mann verfolgt. Von der Verzweiflung gepackt kletterte sie auf einen riesigen Baum. Doch er tat es ihr gleich und folgte ihr bis zur Spitze. Sie sprang aus Angst in die Tiefe. Dies sah der urige Typ und sprang direkt hinterher, schließlich wollte der Arme ohne seine Angebetete nicht mehr leben. Doch die clevere Frau hatte ihn ausgetrickst und eine Liane um ihr Bein gebunden, die sie glücklicherweise vor dem Tod bewahrte. Die Nervensäge starb allerdings.

Im Vergleich zu damals und zu den Naturvölkern legt man in den modernen Ländern großen Wert auf Sicherheit. Denn nachdem die erste Phase des freien Falls abgeschlossen ist muss das Bungeeseil den Sprung abfedern und der Rebound, sprich das Wiederhochziehen, wird eingeleitet. Vor einem Reißen des Seils braucht man allerdings keine Angst zu haben: weltweit sind bis jetzt weniger als zehn Risse des Seils bekannt. Und bei neueren Bungeeseilen ist parallel ein Sicherungsüberdehnungsschutz aus Kunstfaser angebracht.

Ob man sich für einen Bungeesprung entscheidet, muss jeder selber für sich herausfinden. Und wenn es soweit ist und die Glocke zum Kampf von Mut gegen Angst ertönt, dann gewinnt am Ende doch meistens der Mut. Eine unglaubliche Erfahrung.

Foto: © Esparta / Flickr.com

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    [...] kommt nun meine kleine Videoergänzung von National Geographic zu meinem Beitrag über Bungee Jumping. Damit könnt ihr euch auch gleich anschauen, wie die mutigen Lianenspringer (original Naghol) so [...]

  2. Jochen Schweizer Doku | Event Checker – der Erlebnis Blog - 28. Nov, 2011

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